News 2006 News 26.05.06
  Giraffenbulle 'inspiziert' Gondwana - 26.05.06
Das Team der Kalahari Anib Lodge mochte seinen Augen kaum glauben: "Erst stießen wir auf die Spuren, dann auf die Giraffe selbst", berichtet Manager Jaco Visser. Grund der Aufregung: Zwar hat es früher überall in der Kalahari Giraffen gegeben, aber im Gondwana Kalahari Park selbst zurzeit nicht; die Wiederansiedlung dieser grazilen Antilopenart ist erst in ferner Zukunft geplant.
 

 
"Der ausgewachsene Giraffenbulle reagierte ganz ruhig auf uns, war also den Anblick von Autos und Menschen offensichtlich gewohnt", so Jaco Visser. "Aber auch nach Rundfrage bei unseren Nachbarfarmen war uns ein Rätsel, woher er stammt." Mit einem Augenzwinkern fügt der Lodge Manager hinzu: "Vielleicht handelt es sich ja um eine der vier Giraffen, die vor drei Jahren im Gondwana Cañon Park ausgesetzt worden und danach verschwunden waren. Und jetzt ist sie auf einer Rundtour, um die vier Gondwana Parks zu inspizieren..." In der Tat sind jene vier Giraffen zunächst in den benachbarten staatlichen Naturschutzpark am Fischfluss Canyon abgewandert; nur zwei von ihnen kommen ab und zu wieder in den Cañon Park und genießen offenbar die großen Augen der Touristen. Nur wenige Besucher wissen, dass diese Tierart bis Ende des 19. Jahrhunderts auch am Canyon heimisch war.  
Plötzlich im Park aufgetaucht: Ein stattlicher Giraffen-Bulle.
 

  Weitere Nachforschungen brachten schließlich Licht ins Dunkel. "Das Tier stammt von einer Farm nordöstlich unseres Parks", verrät Jaco Visser. "Zur Paarungszeit drängen Bullen ihre Rivalen aus ihrem Terrain. Die Farm hat zwar einen Wildzaun, der jedoch von Giraffen leicht überwunden werden kann."  

  Das Auftauchen der Giraffe ist nicht die einzige aufregende Nachricht aus der Kalahari. Die im April ausgesetzten 160 Gemsböcke scheinen sich gut eingelebt zu haben. Sobald sie sich mit der heimischen Herde von 100 Tieren vermischt haben und sich die neue Sozialstruktur herausgebildet hat, sollten Gemsböcke im Park in größeren Gruppen zu sehen sein. Außerdem ist das 'Geier-Restaurant' wieder besser besucht, so dass Vogelliebhaber an der Futterstelle viele Aasvögel wie Ohren- und Weißrückengeier oder Marabus beobachten können.  
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